
Bei dem Projekt Gipfelsucht geht es darum, vom kleinesten Gipfel Österreichs, dem Eselstein am beim Semmering, bis zu größten, dem Großglockner, alle Berge in 100m Abschnitten zu gehen. Das hört sich vielleicht komplizierter an, als es ist:
Österreich hat 3225 orographisch selbstständige Berge. (Ich bin mir nicht sicher was orographisch heißt) Wenn man also jedes Wochenende zwei dieser Berge besteigen würde, bräuchte man mehrere Jahrzehnte bis man sie alle erklommen hätte. Deswegen gehe ich sie in 100m Abschnitten, also einen aus der Kategorie 1000-1099m, einen zwischen 1100-1199m usw….
Und wie kam es dazu? Dazu komme ich jetzt:
Als ich meine Wanderlust langsam entdeckte und mich selbst immer öfter auf Gipfeln wiederfand, entstand bei mir der Wunsch die Großen Gipfel meines Landes zu besteigen. Den Dachstein, den Grimming, den Piz Buin und den mächtigen Großglockner wollte ich sehen.
Doch einfach so auf den höchsten Berg Österreichs spazieren? Physisch wahrscheinlich machbar, doch nicht psychisch. Ich kann mich nicht einfach so aufmachen, mich in mein Auto setzen und den Gipfel dieses Giganten erstürmen.
Aber wo fängt man an? Wenn der Großglockner und der Dachstein eine psychische Hürde darstellen, wo zieht man die Linie? Ganz einfach! Man beginnt beim kleinsten Berg und geht immer weiter und höher und muss dabei nur einer Tabelle folgen. Unweigerlich wird man sich doch dann irgendwann am Dach der Alpen wiederfinden, oder?


Ein wenig Zeit und Disziplin braucht man schon. Zudem gutes Schuhwerk und Abenteuerlust. Aber wieso existiert diese Website, warum dieser Blog, man kann doch die Berge auch für sich gehen. Das stimmt und das tue ich auch. Beziehungsweise nehme ich mir gerne auf jeden neuen Berg eine neue Person mit, nach der mir gerade der Sinn steht.
Den Sinn dieses Blogs habe ich selbst noch nicht ganz herausgefunden. Es ist eine Mischung aus Wanderbericht, Motivation und halb-philosophischen Denkansätzen, die ich von den Bergen nach Hause mitbringe und hier niederschreibe.
Generell glaube ich, dass wir uns im Leben zu oft die Fragen nach dem ,,Warum?” stellen, wo doch öfter ein ,,Warum nicht?” angebracht wäre.
Bei der Auswahl der Berge, sowie allen Zahlen die hier genannt werden richte ich mich nach einer Liste des Alpenvereins erstellt von Johann Aichinger aus dem Jahre 2001. Diese Liste mag nicht mehr die aktuellste sein, aber sie ist detailliert und die Beste Auflistung der Österreichischen Berge die ich finden konnte. Meinen Dank also an den Alpenverein dafür.
